Unternehmensentwicklung und –gründungen, Betriebsübergabe, Risi-kokapital

Zielsetzungen

Um die Wettbewerbsfähigkeit, das Wachstum und die Beschäftigung zu sichern, benötigt eine Volks-wirtschaft eine Vielzahl von aktiven, leistungs- und wettbewerbsfähigen kleinsten, kleinen und mittle-ren Unternehmen. Diese können sich unter anderem dann (unter Umständen auch im Export) etablie-ren, wenn sie in der Lage sind, flexibel, rasch und qualitativ hochwertig auf Kundenwünsche zu rea-gieren oder Marktnischen abzudecken, die von großen Unternehmen nicht wahrgenommen werden. Einer ihrer Vorteile ist, dass sie oftmals flexibler auf Marktveränderungen reagieren und beispielswei-se rascher neue technische Möglichkeiten aufgreifen können, wodurch die Innovationskraft einer Volkswirtschaft gestärkt wird. Eine entsprechende Unterstützung von KMUs bei der Weiterentwicklung ihres Unternehmens in den verschiedensten Bereichen (beispielsweise Innovation und Technologie, Energieeffizienz und Ökologie, Produktentwicklung, Markterschließung und Internationalisierung, Or-ganisations- und Personalentwicklung [insbesondere auch in Richtung Gleichstellung von Mann und Frau], Finanzwirtschaft und Management sowie Marketing und Kreativwirtschaft) und in den verschie-den risikoreichen Phasen ist dafür hilfreich.
Oberösterreich hält mit 4.321 Neugründungen 2008 wie auch im Vorjahr den dritten Rang hinter Wien und Niederösterreich. Im Vergleich zum Zeitraum 1993-2008 konnte damit Oberösterreich seinen Anteil an Neugründungen in Österreich leicht erhöhen und die Tendenz ist weiter steigend. Generell besteht in Oberösterreich weiterhin das Ziel, die Quote an Selbstständigen und Unternehmen im Hinblick auf das Ziel einer Anhebung der privatwirtschaftlichen Aktivitäten erheblich anzuheben. Die 90er Jahre brachten noch keine generelle Verringerung des Abstands bei der Gründungsintensität, allerdings konnten besondere Gründungs-Defizite im Bereich der F&E-intensiven Branchen des Verarbeitenden Gewerbes inzwischen aufgeholt werden, bei den F&E-intensiven Branchen der unternehmensnahen Dienstleistungen werden sie sukzessive vermindert. Die generelle Tendenz der letzten fünf Jahre war bereits sehr positiv und aufholend.

Ziel dieses Aktionsfeldes ist es, dazu beizutragen, dass die Bereitschaft zu Unternehmensgründungen zunimmt, die Qualität der Gründungsvorbereitung und der Unternehmenskonzepte steigt und damit die Basis gelegt wird, einer höheren Anzahl und einem höheren Anteil von kleinen und kleinsten Unternehmen die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen, die ein wesentliches Wachs-tums- und Innovationspotenzial darstellen. Auch die weitere Unternehmensentwicklung von KMUs soll in diese Richtung gestärkt werden.

Maßnahmen zur Steigerung der Unternehmensgründungen, die Entwicklungsbegleitung, und die Un-terstützung von Betriebsübernahmen und allgemeinen Unternehmensentwicklungen sollen auf breiter Basis gefördert werden, auch in traditionel¬len Bereichen, da diese einen wesentlichen und entwick-lungsfähigen Teil der OÖ Wirtschaft darstellen und nur so die angestrebte signifikante Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der oö. KMUs und der GründerInnenquote erreicht werden kann.
Im Kontext mit der Förderung unternehmerischer Aktivität im Allgemeinen, mit Gründungen und inno¬vativen Unternehmensentwicklungen im Besonderen kommen auch den Finanzierungsmöglichkeiten für – erforderlicherweise – risikoreiche Unternehmensaktivitäten eine besondere Bedeutung zu, wobei verschiedenste Formen (u.a. Equity-Konzepte, stille Beteiligungen, etc.) denkbar erscheinen.