Netzwerk OÖ Tourismus

Beschreibung des Aktionsfeldes

Der Tourismussektor spielt in Oberösterreich eine wesentlich Rolle und ist für einige Regionen des Landes ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Sowohl im Sommer als auch im Winter können gute Nächtigungszahlen vorgezeigt werden (ca. 6,9 Mio. jährlich) wodurch die Tourismusbranche ein ganzjähriger Arbeitgeber von zentraler Bedeutung ist. Die Zielsetzung, die in Oberösterreich maßgeblich sind werden im Kursbuch der Tourismus- und Freizeitwirtschaft Oberösterreich 2003-2010 festgehalten. Es werden in diesem Papier thematische Strategieschwerpunkte gesetzt, welche durch die Zusammenarbeit aller Stakeholder der Branche erreicht werden sollen. Um das übergreifende Management der Themenbereiche zu professionalisieren und weiterzuentwickeln, sowie um Synergieeffekte nutzbar zu machen ist es notwendig integrative und kooperative Netzwerkaktivitäten zu fördern. Seitens des Oberösterreich Tourismus wurden für die einzelnen Themenbereich eigene Themenmanagements eingerichtet, die die Aktivitäten koordinieren und auf die Schwerpunktziele ausrichten sollen. Die Einrichtung eines Netzwerk Tourismus, das diese thematischen Schwerpunkte verknüpfen soll, sowie die geplanten Maßnahmen und Aktivitäten sind wertvolle und essentielle Instrumente um die strategischen Ziele und Schwerpunktthemen des Kursbuch Tourismus und Freizeitwirtschaft Oberösterreich zu erreichen.

Generelle Zielsetzungen

Die Netzwerkaktivitäten sollen die Akteure der Themenbereiche bündeln, weiterentwickeln und professionalisieren, damit eine gegenseitige Abstimmung und Ergänzung erfolgen kann. Ziel des Netzwerks Tourismus ist die Schaffung einer Kompetenzplattform zur Stärkung der Innovationskraft und nationalen sowie internationalen Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

Im Speziellen werden durch das Netzwerk Tourismus folgende Ziele angestrebt:

  • Schaffung eines durchgängigen und stimmigen Freizeit- und Urlaubserlebnisses für den nationalen und internationalen Nächtigungs- und Ausflugsgast
  • Verbesserung der betrieblichen und regionalen Wettbewerbsfähigkeit sowie der Auslastung des touristischen Angebots
  • Verbesserung der strategischen und zielgruppenorientierten Ausrichtung der Betriebe, Gemeinden, Tourismusorganisationen
  • Erschließung neuer Märkte und Identifikation neuer Kundengruppen (Internationalisierung, zB Zentral- und Osteuropa)
  • Initiierung bzw. Verbesserung der zwischenbetrieblichen Kooperation, zB durch den Aufbau von ganzheitlichen, kundenorientierten Dienstleistungsketten
  • Verbesserung des Marktauftritts und der Marktbearbeitung, insbesondere auch auf „elektronischen Märkten“
  • Stärkung des touristischen Vertriebs
  • Erhöhung des touristischen Knowhows
  • Initiierung von Innovationen
  • Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Förderungsempfänger/-innen

Der Oberösterreich Tourismus als zentrale Koordinierungs- und Steuerungsstelle und Träger des Netzwerks Tourismus.

Förderungsgegenstand

Förderungsgegenstand sind einerseits das Netzwerkmanagement, das von den Themenmanagern des Oberösterreich Tourismus übernommen wird und andererseits die Kooperationsprojekte mit den diversen Netzwerkpartner wie beispielsweise die Tourismusverbände, Vereine mit touristischen Zielsetzungen und Aufgaben, Gesellschaften, deren Mitglieder Tourismusverbände und sonstige Körperschaften öffentlichen Rechts oder Unternehmen sind wie beispielsweise die Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH, Kooperationen und Arbeitsgemeinschaften der vorstehend genannten Einrichtungen auf Basis von Kooperationsvereinbarungen, Tourismus- und Freizeitunternehmen, die Mitglieder der Wirtschaftskammer Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft sind, Privatzimmervermieter, etc.

Projektauswahlkriterien

Gefördert wird das Netzwerkmanagement durch die Themenmanager des Oberösterreich Tourismus.

Weiters werden Kooperationsprojekte gefördert, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Übereinstimmung mit dem Kursbuch Tourismus- und Freizeitwirtschaft Oberösterreich 2003-2010 bzw. dem nachfolgenden Strategiepapier
  • Beitrag zu einer nachhaltigen Destinationsentwicklung und zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung
  • Beitrag zur Stärkung und Entwicklung attraktiver Destinationen, die sich aufgrund ihrer Funktion oder Struktur (zB zusammenhängende Landschaftsräume, Gebiete mit vernetzten bzw. gemeinsamen Infrastrukturangeboten etc.) für die Entwicklung von Kooperationen eignen und marktfähige Einheiten bilden. Diese Einheiten können dabei auch (bundes)länderübergreifend organisiert werden bzw. auf bestehende (bundes)länderübergreifenden Strukturen oder Marken aufbauen.
  • Regionale Verankerung durch Kooperation mit regionalen AkteurInnen und Angeboten
  • Prioritäre Relevanz für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU)
  • Innovationsgehalt des Projektes auf inhaltlicher und/oder organisatorischer Ebene

Förderfähige Kosten

  • Personalkosten (inkl. Lohnnebenkosten)
  • Sachkosten (exkl. Reisekosten)
  • Drittkosten (zB Beratungs- und Dienstleistungskosten)

Kosten können nur als förderbar anerkannt werden, wenn sie den relevanten nationalen Rechtsgrundlagen, den geltenden EU-Verordnungen sowie den Nationalen Regeln für die Förderfähigkeit von Ausgaben mit Kofinanzierung aus dem EFRE entsprechen.

Art und Höhe der Förderung

Art: nicht rückzahlbarer Zuschuss
Höhe: max. 50 % der gesamten öffentlichen Ausgaben


Verantwortliche Förderstelle

Amt der OÖ Landesregierung, Abteilung Wirtschaft, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz
Ansprechpartner: Thomas Obermann, Tel. 0732-7720-15130