Cluster und Netzwerke

Zielsetzungen

Das Wissen in vielen verschiedenartigen Einrichtungen (F&E-Institutionen, Universitäten, KMU/GU, Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen etc.) ist nicht immer für wirtschaftliche Aktivitäten rele¬vant, verfügbar, zugänglich und nutzbar. Vorhandenes Wissen ist oft nicht transparent und explizit – Kooperationsmechanismen zwischen Forschung und Wirtschaft und insbe¬sondere zwischen Wissenschaft und KMU sind derzeit noch wenig ausgeprägt.

Oberösterreich hat sich in den letzten elf Jahren als Kompetenzregion für Cluster- und Netzwerk-Initiativen positioniert. Die cluster- und netzwerkorientierte Wirtschafts- und Technologiepolitik wird konsequent umgesetzt – als Strategie zur Stärkung der Innovationskraft und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Bei der Entwicklung innovationspolitischer Instrumente kommt der Bildung von Netzwerken zwischen Unternehmen und mit F&E-Einrichtungen eine besondere Bedeutung zu. Cluster-Initiativen sind ein probates und effektives Instrument, um Ressourcen und Mittel zu fokus-sieren, kritische Größen zu erreichen und die Verbreitung von Wissen und Know-how zu beschleuni-gen. Ebenso entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen ist das wachsende Inte-resse an nicht-technologischen Innovationen. Darunter versteht man insbesondere organisatorische, logistische, finanz- und personalwirtschaftliche, vermarktungsrelevante, designorientierte und touristi-sche Innovationen. Zur Verbesserung der nicht-technologischen Innovationskompetenz von Unter-nehmen, insbesondere in KMUs, bieten sich branchenübergreifende Lernprozesse an, die in Form von Netzwerken organisiert sind, um die Transferqualität und -geschwindigkeit zu erhöhen. Branchen-übergreifende Netzwerke sind daher geradezu ideal, den Know-how-Austausch über die Cluster hin-aus zu aktivieren.

Mit den vorgesehenen Maßnahmen soll der Anteil der produzierenden oberösterreichischen Unternehmen (inkl. der wirtschaftsnahen Dienstleister), die aktiv an Cluster-, Netzwerk- und anderen Ko-operationsaktivitäten partizipieren, verdoppelt weiter erhöht und diese Aktivitäten im Sinne der Wett-bewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes OÖ weiter gestärkt werden. Zu diesem Zweck soll die regionale Wirtschaft durch hochwertige branchenübergreifende Inno¬vationsdienstleistungen gestärkt werden, um aktiv am europäischen und globalen Wirtschafts- und Innovationsgeschehen mitzuwirken. Das Programm beinhaltet die Weiterführung und Weiterentwicklung branchenübergreifender Themen-netzwerke, diverser Cluster- und anderer Kooperationsaktivitäten, die jederzeit bedarfsgerecht auch ausgeweitet und weiter entwickelt werden können.

Jedenfalls zusätzlich zu den aktuellen oö. Cluster- und Netzwerkaktivitäten ist die Einrichtung und Unterstützung der neuen Netzwerke "OÖ-Impulszentren" und "Tourismus" vorgesehen. Die übergrei-fenden Netzwerkaktivitäten des Netzwerks Tourismus sollen beispielsweise das Management in den wesentlichen Themenbereichen des Kursbuchs professionalisieren und damit die Themenbereiche offensiv weiterentwickeln – wie dies ohne Netzwerk nicht möglich wäre. Synergien der Netzwerkaktivi-täten mit der Betrieblichen Tourismusförderung werden angestrebt. Beim Netzwerk OÖ Impulszentren sollen Projekte auf Strategischen Entwicklungsplänen für den Zeitraum 2009-2013 basieren, die für jedes der Impulszentren konzipiert werden. Förderungsgegenstand sind Projekte aus den einzelnen Technologiezentren (in Form von Soft-Maßnahmen/immateriellen Investitionen), mit denen das Netz-werk und damit die Standortregion gestärkt und weiterentwickelt wird.

In Hinblick auf den Beitrag der Netzwerkaktivitäten zur Entwicklung der OÖ Exportwirtschaft ist auch eine Bündelung von Ressourcen und Know-how mit dem Bereich Export/Internationalisierung anzu¬streben.