Innovative Investitionen in Betrieben und Infrastrukturen

Zielsetzungen

In den letzten Jahren konnte in Oberösterreich eine sehr positive Entwicklung bei den Innovationsleistungen verzeichnet werden. Während bis zu den neunziger Jahren Wachstum v.a. auf Technologieinvestitionen, übernahmen und –adaptierungen beruhte, sind ab den neunziger Jahren verstärkt Entwicklungsprozesse auf Basis eigener technologischer Forschungen und (Produkt ) Innovationen im Gange.

Die Innovationsleistungen liegen mittlerweile im europäischen Spitzenfeld, v.a. in der Sachgüterproduktion, dennoch gibt es auch Schwächen, wie etwa der Rückgang der Innovatorenquote, v.a. bei Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten, im Bereich moderner, technologieorientierter Dienstleistungen und z.T. in strukturschwachen Regionen.
Es ist weiterhin – auch in Oberösterreich – notwendig, mit verstärkter Kraft auf einen Entwicklungspfad zu setzen, der auf der Generierung und Umsetzung eigener Technologien basiert (um zum Technologie¬geber zu werden). Vor allem KMU zeigen eine kontinuierliche Verbesserung der Produkte und Dienstleistungen vorwiegend durch wenig riskante, schrittweise Weiterentwicklungen, die Ver¬besserung der Produkt¬palette erfolgt dabei in Nischen mit der Gefahr, dass Wachstumspotenzi¬ale auf schnell wachsenden Hochtechnologiemärkten nicht erkannt und ausgeschöpft werden. Somit stellt sich v.a. bei KMU die Herausforderung, die Quote der Innovatoren weiter anzuhe¬ben und verstärkt auch radikale Innovationen vorzunehmen. In strukturschwachen Regionen (Regionalfördergebieten) ist die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen vorrangiges Ziel, sodass hier die Förderung von Investitionsprojekten auch in Großunter¬nehmen gefördert werden sollen.
Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist auf Grund der sich rasch und permanent ändernden Wettbe-werbs- und Rahmenbedingungen aufgefordert, marktadäquate Anpassungen im Hinblick auf die An-gebotsentwicklung und –gestaltung, sowie auf die Betriebsführung durchzuführen. Mit der Aufnahme dieser Zielgruppe in das OP sollen finanzielle Unterstützungen gewährt werden, damit die notwendi-gen Maßnahmen schneller umgesetzt werden können und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Unter-nehmen erhöht bzw. gesichert werden kann.

Grundlage sind die tourismuspolitischen Strategien und Zielsetzungen des Landes Oberösterreich, die im "Kursbuch Tourismus- und Freizeitwirtschaft Oberösterreich 2003-2010" bzw. nachfolgender Strategien und Schwerpunktsetzungen festgelegt sind. Die Aufnahme der Betriebe der Tourismus- und Freizeitwirtschaft erfolgt mit der Zielsetzung, dass überdurchschnittliche Wertschöpfungs-, Be-schäftigungs- und Wachstumseffekte, relative Standortsicherheit des Tourismus und stimulierende Effekte des Tourismus-Marketings erwartet werden können.