Forschungs- und, Technologie- und wirtschaftsnahe Infrastruktur; Kompetenzzentren, Unterstützung angewandter Forschung

Zielsetzungen

Das Netzwerk aus für eine innovationsorientierte Wirtschaftsentwicklung relevanten Impulszentren (Technologie-, Innovations-, Gründer- und Dienstleistungszentren) wurde auf der Grundlage des "Strategischen Programms OÖ 2000+" bereits stark erweitert. Wissensweitergabe und die Erarbeitung neuen Wissens erfolgt in einer Vielzahl von verschiedenenartigen Einrichtungen (F&E Institutionen, Universitäten, KMU/GU, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, etc.).


Wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Unternehmen sind – neben den universitären Einrichtungen – kompetente und zukunftsweisende außeruniversitäre, kooperative F&E-Strukturen und Kompetenzzentren sowie F&E-Kooperationen und ein beschleunigter Wissens- und Ergebnistransfer in die Wirtschaft.

Der Auf- und Ausbau von Kompetenzzentren und sonstigen außeruniversitären Forschungsstrukturen, der Forschung an den Fachhochschulen sowie die Stärkung und Bündelung derer Wissensproduktion war und ist – als ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung und Sicherung des Wirtschafts- und Industrie-standortes Oberösterreich insgesamt und seiner regionalen Standorte im besonderen – auch wesent-liches Ziel des „Strategischen Programms OÖ 2000+ (1998 bis 2005), sowie des „Strategischen Pro-gramms OÖ 2010“ (2006 bis 2010). Im Folgeprogramm ist die Weiterentwicklung der oberösterreichi-schen F&E-Struktur im Sinne weiterer Einrichtungen der außeruniversitären Forschung und sonstiger Kooperationen vorgesehen.


In Oberösterreich gibt es derzeit rund 17 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Kompetenz-zentren sowie sonstige Forschungsnetzwerke bzw. –kooperationen. Diese Strukturen wurden vorwiegend in den letzten Jahren im Rahmen der Kompetenzzentrenpro-gramme, sowie durch die Errichtung der Upper Austrian Research GmbH sowie der Profaktor Produk-tionsforschungs GmbH und deren Beteiligungen geschaffen und sollen der oö. Wirtschaft auch wei-terhin im verstärkten Maße zur Verfügung stehen. Um den Wirtschafts- und Technologiestandort Oberösterreich auch in Zukunft stärken zu können und die F&E-Quote in Richtung 3,0 % des BIP zu steigern, ist es das Ziel, die Kompetenzzentren und sonstigen außeruniversitären F&E-Einrichtungen sowie F&E Kooperationen gezielt weiter zu führen und die dafür erforderlichen Mittel sicher zu stellen.

Außeruniversitäre F&E-Einrichtungen sollen in Abstimmung und in Ergänzung mit den Universitäten die spezifisch notwendige angewandte Forschung betreiben. Ihre Aufgabe ist es, den Wissens- und Technologietransfer zu entwickeln und zu beschleunigen, um damit eine langfristige Wettbewerbsfä-higkeit der Unternehmen sicherzustellen.  Diese Einrichtungen und Kooperationen tragen im Sinne einer Forschungskooperation entscheidend zum Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bei und haben das Ziel, industrielle und wissenschaftliche Forschungskompetenzen in bedeutenden Technologiefeldern systematisch zu bün-deln und eventuell noch bestehende Wissensdefizite und Lücken in den Beziehungen zu schließen.

Generelle Zielsetzung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist auch die Weiterführung und der gezielte Ausbau der Aktivitäten auch außerhalb des COMET-Bereiches. Weiters soll sicher-gestellt werden, dass vorhandene Forschungskapazitäten auch unter veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Wirtschaftskrise) weitestgehend erhalten bleiben und entsprechend ausgebaut werden. Strategisches Ziel ist auch weiterhin die Weiter(Entwicklung) von Kompetenzzentren und die Beteiligung an nationalen und europäischen Forschungsprogrammen, wobei oö. Unternehmen und allenfalls andere Forschungseinrichtungen nach Möglichkeit einzubeziehen sind.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Unternehmen ist der Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur sowie die Standortentwicklung. Zielsetzungen sind:

  • die bedarfsgerechte und strategische Weiterentwicklung des Netzwerkes an Impulszentren (Technologie-, Innovations-, Gründer- und Dienstleistungszentren) und im besonderen die Schaf-fung technologischer Infrastruktur, die oft noch nicht Marktstandard sind und großteils von einzel-nen Unternehmen alleine nicht finanziert oder ausgelastet werden können;
  • der Ausbau und die Sicherstellung der trimodalen Verkehrs- und Umschlagsinfrastruktur in oö. Häfen, einschließlich Optimierung der Auslastung der Infrastruktur, Verbesserung der Services für Unternehmen sowie die bessere Kommunikation und Vermarktung der wirtschafts-, verkehrs- und umweltpolitischen Bedeutung der Binnenschifffahrt und damit der Entlastung des Verkehrs sowie die Verringerung der verkehrsbedingten Umweltbelastungen.
  • die Verbesserung des Zugangs insbesondere von KMUs und anderen öffentlichen Nutzern zu hochmoderner Breitbandtechnologie sowie die Unterstützung innovativer Breitbandpilotprojekte und IKT-Dienste und –Anwendungen sowie von Bewusstseinsbildungsmaßnahmen, um damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Bildungsstandortes Oberösterreichs und von KMUs weiter zu stärken.