Nachhaltige Standort- und Regionalentwicklung

Zielsetzungen

Einen wesentlichen Gesichtspunkt für die regionale Wettbewerbsfähigkeit beinhaltet das Umfeld für unternehmerische Aktivitäten, das aus (Partner-)Unternehmen, Wissens-Infrastruktur und Akteuren der regionalen Entwicklung besteht (Gemeinden, Kultur- und Bildungswesen, öffentliche Institutionen und ihrer regional orientierter Aktivitäten). Hier ist es Aufgabe der Regionalmanagements und der (klein)regionalen Entwicklungsinitiativen, darauf hinzuwirken, dass laufende Aktivitäten und investive Maßnahmen der öffentlichen Hand den regionalwirtschaftlichen Entwicklungszielsetzungen entsprechen bzw. überhaupt erst dazu beizutragen, dass relevante Projektideen entstehen und bis zur Umsetzungsreife begleitet werden.

Die räumliche Qualität durch gute Planung und Umsetzung herzustellen trägt zur Attraktivität von Regionen als Wirtschafts- und Lebensraum bei. Dabei ist auf die vorhandenen Standortqualitäten Rücksicht zu nehmen, Stärken von Ballungsräumen sollen zur Absicherung der Standorte herangezogen werden, Schwächen in periphereren Regionen reduziert werden. Dies unterstützt die Synergien aus dem Nebeneinander von ländlichen und städtischen Regionen, wirkt positiv nach innen und soll auch nach außen (im Sinne aktiven Standortmarketings) transportiert werden.
 

Durch dieses Aktionsfeld soll eine nachhaltige, sektorübergreifende, innovative und umsetzungsorientierte Regionalentwicklung und Raumordnungspolitik geleistet werden, die von der jeweiligen Region und deren AkteurInnen und BewohnerInnen unter Nutzung der jeweiligen Stärken mitgetragen wird, um zu wirtschaftlichem Wachstum, zu gesteigerter Lebensqualität und Nachhaltigkeit beizutragen. Darüber hinaus soll der Einsatz von Regionalmanagements zur Umsetzung der räumlich differenzierten Entwicklungsziele beitragen (Entwicklung und Stärkung von regionalen Top-Standorten mit der Förderung dezentraler Konzentration, Stärkung strukturschwacher Regionen). Das Regionalmanagement wirkt dabei unterstützend bei konkreten Projekten oder in direktem Bezug auf ein programmgefördertes Projekt. Eine Basisfinanzierung ist nicht vorgesehen.

Die Erhaltung und Pflege der natürlichen Ressourcen in den oberösterreichischen Regionen ist eines der grundlegenden Ziele im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips und als entscheidender weicher Standortfaktor. Dies schließt die behutsame Nutzung und in Wert-Setzung von natürlichen Ressourcen im umfassenden Sinn ein, aber auch die Entwicklung von Standorten im Sinne des Naturschutzes (z.B. Nachnutzung von Schotterabbaugebieten). Dazu gehört auch der Schutz und die pflegliche Weiterentwicklung der von Oberösterreich nominierten NATURA 2000-Gebiete. Gegenstand ist hier, die Umsetzung von Pflege- und Managementkonzepten im Einklang mit und im Sinne einer nachhaltigen und innovativen Wirtschaftsentwicklung im Gesamtraum und auf kleinregionaler Ebene sicherzustellen.
 

Davon abzugrenzen ist generell die Erstellung der Managementpläne sowie der investive Beitrag, der als Gegenstand des Programms zur Ländlichen Entwicklung (ELER) zu sehen ist.