Innovative Kulturleitprojekte
Zielsetzungen
Innovative Kulturleitprojekte sind Infrastrukturprojekte zur Aufwertung von Standorten, die nachhaltige Impulse für die regionale Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit sowie für den Erhalt des kulturellen Erbes des Landes Oberösterreich setzen. Diese Infrastrukturvorhaben sind geeignet, den Dienstleistungssektor bei der Überwindung von regionalen Schwächen (beispielsweise geringere Chancen für Frauen) zu unterstützen, Versorgungsdefizite zu entschärfen sowie der unterdurchschnittlichen Innovationskraft der regionalen Betriebe entgegen zu wirken.
Ein wesentlicher Gesichtspunkt für die regionale Wettbewerbsfähigkeit besteht im Umfeld für unternehmerische Aktivitäten. Oberösterreich verfügt über kulturelle Vielfalt, die mit entsprechendem Infrastrukturausbau zu viel versprechenden wirtschaftlichen Chancen weiterentwickelt werden kann. Dadurch wird das kulturelle Erbe als Basis der regionalen Wettbewerbsfähigkeit aufgewertet und das Aktionsfeld trägt zur sozioökonomischen Entwicklung bei.
Die geographische Situation Oberösterreichs mit einem großen Anteil an Bevölkerung im Nahbereich an der Grenze mit den neuen EU-Mitgliedsländern verlangt zusätzlich spezifische Ansatzpunkte für entwicklungsschwache Grenzregionen mit geringer wirtschaftlicher Dynamik. Diese spezifischen Schwierigkeiten können durch die Unterstützung und Entwicklung von wirtschaftlichen Aktivitäten im Bereich des kulturellen Erbes verbessert werden.
In abgestimmter Weise können im Rahmen des Programms zur Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER-Programm) kulturelle Aktivitäten unterstützt werden, die von lokalen Akteuren umgesetzt werden und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume in Oberösterreich setzen.
Parallel sollen mit den Programmen der Europäischen Territorialen Kooperation die soziokulturellen Bedingungen in Abstimmung mit den Nachbarregionen optimiert werden.

