Betriebliche Umweltinvestitionen
Beschreibung des Aktionsfeldes
Es sollen Maßnahmen zum sparsamen Ressourceneinsatz sowie zur Vermeidung oder Verringerung von Wasser-, Luft- oder Lärmemissionen im Produktionsprozess gefördert werden. Ebenfalls sollen Projekte zur Vermeidung, Verringerung und Entsorgung von Abfällen, sowie die Umstellung auf und die verstärkte Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen unterstützt werden können.
Weiters sollen auch Projektkategorien gefördert werden, die vor allem für strukturschwache Gebiete nachhaltige Entwicklungspotentiale bieten. Die Nutzung regionaler erneuerbarer Energieträger führt zur Stärkung von in der Region ansässigen kleinen und mittleren Unternehmen und damit zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung. Förderungsfähig sind hier Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung von Umweltbelastungen durch klimarelevante Schadstoffe, insbesondere durch Kohlendioxid aus fossilen Brennstoffen.
Dem Prinzip einer nachhaltigen Entwicklung dienen auch Maßnahmen, die zu einem sparsamen Energieträgereinsatz führen. In dieser Maßnahmenschiene sollen daher Projekte zur Einsparung, effizienteren Bereitstellung und Nutzung von Energie unterstützt werden. Die dadurch erzielbare Senkung der Betriebskosten bzw. der Abhängigkeit von der Energiepreisentwicklung führt zudem zu einer Stärkung der betrieblichen Wettbewerbsposition somit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wirtschaftsstruktur in den betroffenen Regionen.
Generelle Zielsetzung
Die Umstellung von Betrieben auf umweltverträgliche Produktionsverfahren ("Cleaner Production") ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie. Das Leitziel 9 („Erfolgreiches Wirtschaften durch Ökoeffizienz“) wird durch den strat.at dahingehend umgesetzt, dass die Ressourcenproduktivität bei gesteigertem Wirtschaftswachstum so zu erhöhen ist, dass eine verstärkte Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcen- und Energieeinsatz erreicht wird. Das Leitziel 9 ist somit für den gesamten Bereich der erneuerbaren Energie sowie den sparsamen Energieträgereinsatz ausschlaggebend. So soll Österreich beispielsweise den Anteil erneuerbarer Energieträger weiter um etwa einen Prozentpunkt jährlich bis zur Zielperiode 2008 bis 2012 steigern. Die in diesem Bereich förderungsfähigen Maßnahmen entsprechen weiters den Prioritätensetzungen der europäischen strategischen Leitlinien und tragen wesentlich zur Umsetzung des nationalen Kyoto-Zieles und der Nachhaltigkeitsstrategie bei.
Neben der Nachhaltigkeit ist im strat.at das Gender Mainstreaming als Querschnittsmaterie verankert. Mit dem Inkraftreten des Amsterdamer Vertrages 1999 wurde die Gleichstellung von Männern und Frauen als eine Kernaufgabe der Gemeinschaft aufgenommen. Ausgehend von den umfassenden Erfahrungen und Erhebungen auf Projektebene in der Strukturfondsperiode 2000-2006 kann festgehalten werden, dass Umweltinvestitionen keinen unmittelbaren genderrelevanten Aspekt aufweisen.
Förderungsempfänger/-innen
Natürliche und juristische Personen, die gemäß dem Umweltförderungsgesetz und den jeweiligen Förderungsrichtlinien förderbare Maßnahmen setzen
Förderungsgegenstand
Gegenstand der Förderung sind
- Investitionen zur Vermeidung oder Verringerung von Umweltbelastung durch klimarelevante Gase, insbesondere
- Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern
- Energiegewinnung aus biogenen Abfällen oder aus Abfällen mit relevanten biogenen Anteilen,
- Investitionen zur Einsparung sowie zur effizienteren Bereitstellung oder Nutzung von Energie
- betriebliche Mobilitäts- oder Verkehrsmaßnahmen
- Investitionen zur Vermeidung oder Verringerung von Umweltbelastungen durch Staubemissionen
- Investitionen zur Vermeidung oder Verringerung von Umweltbelastungen durch sonstige Luftverunreinigungen, soweit Anlagen verbessert oder ersetzt werden.
- Investitionen zur Vermeidung oder Behandlung von gefährlichen Abfällen
- Investitionen betreffend Anlagen, die durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien besonders geeignet erscheinen, die Umweltbelastungen im Sinne der vorangehenden 4 Punkte oder durch nicht gefährliche Abfälle zu verringern.
- Abwasserbezogene Maßnahmen innerbetrieblicher Art, die der Verbesserung der Beschaffenheit, der Verminderung des Anfalles von betrieblichen Abwässern oder der Vermeidung oder Verwertung der bei der Abwasserbehandlung anfallenden produktionsspezifischen Stoffe dienen
- Betriebliche Abwasserbehandlungsanlagen, die zur Behandlung des bei Erzeugungs- oder Verarbeitungsprozessen in Betrieben anfallenden Schmutzwassers oder zur Behandlung oder Verwertung der bei der betrieblichen Schmutzwasserbehandlung anfallenden Stoffe dienen
Projektauswahlkriterien
Gefördert werden sollen vor allem jene Projekte die einen hohen Innovations- und Technologiegehalt (vorzugsweise mit Demonstrationscharakter) unter Berücksichtigung der Umweltaspekte aufweisen und ein Mindestinvestitionsvolumen von 15.000 Euro erreichen.
Dabei werden vorrangig Standorte in den „Gebieten mit Strukturproblemen“ gemäß Zielprogramm behandelt.
Förderfähige Kosten
Gefördert werden können alle Anlagenteile und immateriellen Kosten, die mit den oben angeführten Maßnahmen unmittelbar verbunden sind. In den Förderungsrichtlinien sowie den dazu ergänzenden internen Bearbeitungsleitfäden sind nicht förderungsfähigen Leistungen (wie z.B. Ersatzinvestitionen, Instandhaltungen, Entsorgung von Altanlagen, Abgaben, Gebühren und Steuern etc.) festgehalten.
Kosten können nur als förderbar anerkannt werden, wenn sie den relevanten nationalen Rechtsgrundlagen, den geltenden EU-Verordnungen sowie den Nationalen Regeln für die Förderfähigkeit von Ausgaben mit Kofinanzierung aus dem EFRE entsprechen.
Art und Höhe der Förderung aus SF-Mitteln
Art: nicht rückzahlbarer Zuschuss
Höhe: max. 50 % des gesamten öffentlichen Mittel
Verantwortliche Förderstelle
Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC), Türkenstraße 9, 1092 Wien, im Auftrag des BMLFUW
Ansprechperson: Heide Schwameis, Tel. 01-31631-275
Projekte |
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Benteler SGL Composite Technology GmbH (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 96 758,00 |
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Bio-Wärme WEYER GmbH & Co.KG (Wärmeverteilung) |
EUR 336 264,00 |
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Bio-Wärme-Spitz GmbH (Wärmeverteilung) |
EUR 1 670 019,00 |
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Bioenergie Perg GmbH (Bioenergie Perg - Netzerweiterung) |
EUR 759 640,00 |
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Bioenergie Perg GmbH (Bioenergie Perg - Netzerweiterung) |
EUR 633 000,00 |
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Fernwärme Haag am Hausruck GmbH & Co KG (Erweiterung des bestehenden Fernwärmenetzes) |
EUR 278 000,00 |
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FMT Industrieholding GmbH (Wärmepumpen) |
EUR 331 928,00 |
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Greiner Packaging GmbH (Betr. Energiesparmaßnahmen) |
EUR 461 623,00 |
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Hehenberger Baugesellschaft GmbH & Co KG (Biomasse Einzelanlage) |
EUR 316 914,00 |
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HYDRAC - Pühringer Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft" (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 1 118 216,00 |
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IMG Immo Kauf GmbH (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 1 468 706,00 |
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JOSKO Fenster und Türen GmbH (Biomasse-KWK) |
EUR 1 755 237,00 |
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Karl Berger CNC-Maschinenbau GmbH (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 735 370,00 |
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Kremsmüller Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (Biomasse-Einzelanlage) |
EUR 973 244,00 |
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Lechner Karin (Biomasse Mikronetz) |
EUR 73 576,00 |
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Linz Textil GmbH (Betriebliche Energiesparmaßnahmen) |
EUR 2 101 979,00 |
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Merckens Karton- und Pappenfabrik GmbH (Betriebliche Energiesparmaßnahmen) |
EUR 147 200,00 |
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MKW Oberflächen + Draht GmbH (POM - Vertikale Beschichtungsanlage) |
EUR 223 379,00 |
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MKW Oberflächen + Draht GmbH (Biomasse Einzelanlage) |
EUR 269 569,00 |
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Nettingsdorfer Papierfabrik AG & Co KG (Betriebliche Energiesparmaßnahme) |
EUR 7 526 077,00 |
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Neunteufel GmbH (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 348 545,00 |
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NGE - Naturgas Engerwitzdorf GmbH (Sonstige Klimaschutzmaßnahmen) |
EUR 2 702 491,00 |
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Oberösterreichische Gesundheits- und Spitals-AG (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 590 169,00 |
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Ökowärme Produktions GmbH (Biomasse Einzelanlage) |
EUR 705 905,00 |
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OÖ. Gas-Wärme GmbH (Sonstige Klimaschutzmaßnahmen) |
EUR 1 276 000,00 |
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Peneder Stahl GmbH (Biomasse-Einzelanlage) |
EUR 528 026,00 |
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PROöko Energie GmbH (Betriebliche Energiesparmaßnahme) |
EUR 82 620,00 |
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Pürmayer GmbH (Biomasse Einzelanlage) |
EUR 297 765,00 |
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ROSENBAUER INTERNATIONAL Aktiengesellschaft (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 337 205,00 |
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ROSENBAUER INTERNATIONAL Aktiengesellschaft (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 337 205,00 |
|
ROSENBAUER INTERNATIONAL Aktiengesellschaft (Thermische Gebäudesanierung) |
EUR 337 205,00 |
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Senftenbacher Ziegelwerk Flotzinger GmbH & Co KG (Betriebliche Energiesparmaßnahmen) |
EUR 1 405 662,00 |
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Stroissmüller Betriebe Gesellschaft m.b.H. (Biomasse Einzelanlage) |
EUR 297 284,00 |
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SUN MASTER Energiesysteme GmbH (Sonstige Klimaschutzmaßnahmen) |
EUR 745 166,00 |
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UPM-Kymmene Austria GmbH (Betriebliche Energiesparmaßnahme) |
EUR 9 473 129,00 |
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Vöcklabrucker Metallgießerei Alois Dambauer& Co. Gesellschaft m.b.H. (Betriebliche Energiesparmaßnahme) |
EUR 536 145,00 |
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Zementwerk Hatschek GmbH (Betriebliche Verkehrsmaßnahme) |
EUR 1 489 307,00 |
| Summe | EUR 42 766 528,00 |

